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Buddy Bären in Berlin

Kunstprojekt in der Hauptstadt - Borkum auf dem Watt´n Bär"

-mir- Was haben Borkum, Berlin und Hamburg gemeinsam? Zugegeben, die Antwort ist nicht ganz leicht. Aber vielleicht erinnert sich ja noch jemand an die Aktion „Kuh-Kult Borkum"? Ziel der Ende der 90er-Jahre initiierten Aktion war es, überall auf der Insel bunt bemalte Kuh-Skulpturen als Besucherattraktion und Kulturobjekt auszustellen. Finanziert werden sollten die je rund 1.800 Euro (3500 DM) teuren Objekte durch Borkumer Unternehmen oder auch Privatleute.

Ganz ähnlich konzipierte Projekte gibt es auch in den zwei genannten Städten.

In Hamburg wählte man für eine im Mai 2003 gestartete Aktion die Figur des „Hans Hummel", eines einfachen Wasserträgers, den in der Hansestadt aufgrund folgender historischer Geschichte jeder kennt: Johann Wilhelm Bentz, wie der Mann eigentlich hieß, wurde ständig von den Kindern der Neustadt mit dem Ruf „Hummel, hummel" geneckt. Da „Hummel" sich wegen der schweren Wassereimer auf seinen Schultern nicht anderweitig zu Wehr setzen konnte, rief er ihnen stets ein kräftiges „Mors, Mors!" - dessen Bedeutung wir nicht zu erklären brauchen - hinterher. Bekannt wurde der Hamburger Erkennungsruf als die Stadt 1956 das Autokennzeichen „HH" zurückerlangte-viele glaubten, es bedeute „Hummel, bummel".

In Berlin war es, natürlich, ein Bär der seit Juni 2001 zum Kult wurde. Überall in der Hauptstadt verstreut stehen die kunstvoll gestalteten „Buddy Bears" (_ „Kumpelbären `).

Und wenn man aufmerksam genug ist, begegnet einem mitten in der 3,3 Millionen-Stadt sogar ein kleines Stück Ostfriesland: auf dem rechten Vorderbein vom „Watt'n Bär" ist Borkum zu entdecken (siehe Foto nächste Seite).

Wie fast alle seiner Kollegen auch, wurde er von einer Firma gekauft, die dann einen Künstler mit der Gestaltung beauftragte. Dasselbe Konzept liegt auch der Idee aus Hamburg zugrunde. Die Firmen haben dabei die Möglichkeit, indirekt mit der Skulptur zu werben, indem sie sie möglichst firmennah gestalten lassen. So hat zum Beispiel ein Hamburger Juwelier „seinen" Hans Hummel goldfarbend lackieren und mit großen Plastikdiamanten bekleben lassen. Und der „Watt'n Bär" wurde von einer dänischen Firma finanziert, die Bekleidung herstellt.

Doch nicht zuletzt demonstrieren die Investoren auch eine gute Tat. Denn die Erlöse aus regelmäßig stattfindenden Versteigerungen, Patenschaften und Spenden dienen in beiden Städten gemeinnützigen Zwecken. In Hamburg kommen die Beträge der Aktion „Ein Dach für Obdachlose" zugute, in Berlin wird hiermit Kindern in Not geholfen.

Man kann „Hans Hummel" und auch die „Buddy Bears" getrost als einen vollen Erfolg bezeichnen. So war die Zahl der Wasserträger in Hamburg bis zur finalen Versteigerung im September diesen Jahres auf über 100 angewachsen, einige davon sind immer noch in der Innenstadt zu bewundern. Und in Berlin sind es sogar mehr als 900 Bären die von den lnitiatoren verkauft und durch die Firmen aufgestellt wurden.

Der „Kuh-Kult" auf Borkum hingegen wollte sich nicht so richtig einstellen. Nur noch wenige Kühe sind auf Borkum zu sehen. Es mag an den vollkommen unterschiedlichen Voraussetzungen liegen. In einer Großstadt sind einfach bedeutend mehr gut situierte Geschäfte und Unternehmen vorhanden, die sich eine ca. 1.800 bis 4.000 Euro teure Skulptur leisten können. Vielleicht würde es sich für die Insel Borkum eher lohnen, selbst aus dem „Hummel"- oder „Bären-Kult ` zu profitieren und eine Figur zu finanzieren. Denn wie man es sich für die Kühe erhofft hatte, sind die Wasserträger und Bären ein sehr beliebtes Foto-Objekt. Und bestimmt freut es manchen, ehemaligen oder zukünftigen Borkum-Urlauber, so ein Stück „seiner" Ferien-Insel zu entdecken. Von den Borkumern ganz zu schweigen.

„WIR MÜSSEN UNS BESSER KENNENLERNEN...

...dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammenleben."

Unter diesem Motto wurde der Kreis der „UNITED BUDDY BEARS" von Künstlern aus aller Welt in Berlin geschaffen mit dem Ziel, Denkanstöße für Toleranz und Völkerverständigung zu liefern.

2004 begann die Welttournee der „UNITED BUDDY BEARS" mit Ausstellungen zunächst in Kitzbühel/Österreich (Jan./Febr.) und Hong Kong (Mai/Juni siehe Foto). Ab Ende November folgt Istanbul. Für rund 7 Wochen wird der Kreis in der auf zwei Kontinenten liegenden 12 Millionen-Metropole präsentiert.

Die Symbolik - dass die Menschen in aller Welt „Hand in Hand" stehen sollten, wie es die Buddy Bären im Kreis tun, wurde in allen Ländern sehr begrüßt. Große Länder, kleine Länder, arme Länder, reiche Länder - sie reichen sich gleichberechtigt die Hand!

Eine Geste, die wir Menschen uns abschauen sollten von den Bären im Kreis! Die Initiatoren Eva und Dr. Klaus Herlitz bemühen sich, die Begriffe Völkerverständigung und Toleranz mit Leben zu füllen und sie nicht nur als leere Floskeln zu benutzen.

Wenn die Buddy Bären im Januar 2005 dann-dank der Unterstützung der Reederei Hamburg Süd - ihre nächste Seereise in Richtung Tokio antreten, so hoffen die Initiatoren, dass der Anblick eines Buddy Bären auf Bildern oder Souvenirartikeln den Menschen (insbesondere den Kindern) stets den Gedanken an ein friedliches „Hand-in-Hand-Stehen" in Erinnerung ruft.

 

 
 

© 2020 Buddy Bär Berlin GmbH
Eine Initiative von Eva und Dr. Klaus Herlitz

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