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Bärenstark für einen guten Zweck

Kathrin und Armin Lobmeier schwärmen für die ungewöhnliche Alltagskunst eines Unicef-Projekts

Eberswalde (MOZ) Kathrin und Armin Lobmeier aus Finowfurt schwärmen für bärenstarke Typen. Zwei Exemplare sind für einige Tage vor dem Coffee Shop in der Rathauspassage zu bewundern. Das Einkaufszentrum in der Altstadt feiert in dieser Woche sein zehnjähriges Bestehen. Von den 38 Geschäften kommen 23 aus der Region. An den Festprogrammen, die bis zum ersten Adventsonnabend das Passageleben bereichern, ist jedes beteiligt. Kathrin Lobmeier hat sich mit den beiden übergroßen Exemplaren, die vor kurzem noch zum Unicef-Projekt „United Buddy Bears" gehörten, etwas Besonderes einfallen lassen. Ihre Bären erwecken inzwischen nicht nur in Eberswalde Interesse, sondern auch in Berlin und Köln.

Angefangen hatte alles mit einem Berlin-Besuch 2002, als sich neben dem Brandenburger Tor 125 Buddy Bären präsentierten. „Ich war einfach begeistert. Und als die Figuren im Internet zur Versteigerung angeboten wurde, habe ich mein erstes Exemplar ersteigert", erzählt Kathrin Lobmeier. Der gut zwei Meter hohe Bär aus Irland, in den Farben seines Landes eingewickelt, schmückt seit vier Jahren die gute Stube und sorgt immer wieder für besondere Aufmerksamkeit. Die beiden Lobmeiers hat die Kunstszene zugunsten Unicef nicht mehr losgelassen. Als Anfang des Monats in einem Berliner Hotel die neue Bären-Generation unter den Hammer kam, waren sie mit dabei. Der Erlös kommt zwei Kinderprojekten zugute. Die beiden Buddy-Bears, die jetzt in der Rathauspassage stehen, tragen zum Bau 1 einer Schule in Angola bei. „Eigentlich wollten wir nur einen Bären ersteigern. Als die 29 Objekte vorgestellt wurden, war ich so fasziniert, dass wir dann doch zwei Exemplare erwarben", so Kathrin Lobmeier. Ihre beiden Bären waren zwei Jahre auf Reisen. In dieser Zeit legten sie eine Kilometerzahl zurück, die zweimal um die Erde reicht. Sommer und Frühling erlebten sie in Sidney, Tokio, Hong Kong und Seoul, Winter in Kitzbühel und Istanbul. Vergangene Woche waren sie in Bernau zu bewundern.

In Eberswalde soll nun vorerst Endstation sein. Anfragen gibt es allerdings schon von einem Museum in Berlin und einem Museum in Köln. Letzteres möchte die beiden Bären im Sommer nächsten Jahres bei sich präsentieren.

Die Idee für die Alltagskunst der etwas anderen Art stammt von einem Ehepaar aus Berlin, das bei einem Urlaub 2000 in der Stadt New York farbige Kunst-Kühe entdeckte. Sie kreierten schließlich weiße Bärenstatuten. Für die farbige Parade sorgen seit dem Künstler aus aller Welt.

Die beiden Neuanschaffungen der Familie Lobmeier stammen aus der Werkstatt eines chinesischen Künstlers und einer Malerin aus Lettland. Pingao Wei lässt den aufmerksamen Betrachter eine Maske der chinesischen Oper in Peking und ein typisches Kinderkleid auf der Vorderseite entdecken. Auf er Rückseife ist chinesische Papierschnitzerei abgebildet, die von Bauern für festliche Anlässe hergestellt werden.

Elena Grishchenko schuf mit ihrem Exemplar einen Bären der Zufriedenheit. so hat sie den 200 Kilogramm schweren Riesen auch Benannt. Die symbolische Farbe des Bären in ihrer Heimat Lettland ist weiß. Die Äste mit Äpfeln und Bienen stehen für Überfluss. Kathrin Lobmeier und ihr Mann Armin können sich an ihren beiden bärenstarken Riesen nicht satt sehen und hoffen, dass sie die Besucher der Rathauspassage für die ungewöhnliche Kunst ebenso begeistern können. ..Wir müssen uns besser kennenlernen" heißt das Motto der Buddy Bears-Aktion. „Und das trifft bestimmt nicht nur für arme Länder zu", haben die beiden Finowfurter die Botschaft aufgenommen.

 
 

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