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Bärenliebe auf den ersten Blick

Gladbeck. Für Agnes Allkemper war es Liebe auf den ersten Blick. Sie sah „ihren Bären“ und wusste auf Anhieb: Der muss es sein! Wie er da in seinem himmelblauen Leibchen steht, mit seiner farbenfrohen Buxe mit ganz viel sonnigem Gelb – da fällt er ins Auge. Und dass dieser Vertreter einer großen Bären-Familie obendrein noch den Inselstaat Kap Verde vor der Westküste Afrikas repräsentiert, der nicht durch die Verletzung von Menschenrechten negative Schlagzeilen macht, machte ihn in den Augen von Agnes Allkemper noch mal so liebenswert. Und so schlug die 1. stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Kotten Nie ihren Auserkorenen als „Patenkind“ in der Aktion „United Buddy Bears“ vor. Und stieß damit auf Gegenliebe im Vorstand. So der Förderverein die Patenschaft für den „Kap-Verde-Bären“ übernommen.

Engagement, das sich auszahlt

Das werden Besucher des Martin Luther Forums vom 7. bis 28. April sehen können. Dort sind die 113 individuell künstlerisch gestalteten Figuren zu Gast, um für Toleranz und Verständigung zwischen den Völkern, Kulturen und Religionen zu werben (wir berichteten). Exemplare, die einen Paten gefunden haben, sind mit dessen Namen ausgezeichnet – darunter der Förderverein Kotten Nie.

„Wir hatten von der Aktion gehört und es war im Vorstand ganz klar: Wir unterstützen das Projekt“, erzählt Agnes Allkemper. Diese Entscheidung kommt nicht von ungefähr, wie Holger Kosbab unterstreicht. Der 2. stellvertretende Vorsitzende: „Das Martin Luther Forum liegt einmal in unserem Stadtteil. Außerdem sind viele unserer Mitglieder auch dort aktiv.“

Da Allkemper den Vorschlag gemacht hatte, sich an „Buddy Bears“ zu beteiligen, „durfte sie auch einen Bären aussuchen“, so Kosbab. Das fiel ihr nicht schwer. „Von der künstlerischen Gestaltung her hat er mir gleich gut gefallen“, sagt sie über den Kap-Verde-Vertreter. Allkemper betont, dass „Länder, in denen es zu Menschenrechtsverletzungen kommt“ von vornherein für sie ausschieden.

Kein Nebenbuhler für den Liebling

Eine echte Alternative zu dem „Blaukopf“ habe es für sie nicht geben. Im Internet schaute sich Allkemper die Bären an und stellte fest: „Ganz viele waren schon vergeben.“ Einen Nebenbuhler für „ihren“ Liebling hätte sie sich vielleicht vorstellen können, den „Deutschland-Bären“. „Doch der war schon ganz schnell vergeben“, musste die Vize-Vereinsvorsitzende festellen.

„Wir wollen ein Zeichen für Toleranz und Völkerverständigung setzen“, meinen Agnes Allkemper und Holger Kosbab. Vor dem Entschluss zu einer Bären-Patenschaft haben sie sich über die Kindernothilfe informiert, für die der Erlös der Aktion bestimmt ist. Allkemper ist wichtig: „Wir als Förderverein wollen Kinder und Jugendliche unterstützen.“ Geschah dies bislang durch Aktivitäten vor Ort, so führen die „Buddy Bears“ die engagierten Gladbecker nun einmal in die Ferne. Denn der Einsatz der Unterstützer zahlt sich in Euro und Cent aus. Schließlich gibt’s eine Patenschaft nicht zum Null-Tarif. 500 Euro hat der Förderverein Kotten Nie aus seiner Kasse locker gemacht. „Wir finanzieren uns aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden“, erklärt Schatzmeister und Webmaster Josef Hudek.

Der Erlös der „Buddy Bears“ fließt in ein Bildungsprojekt in Haiti, das Restavèk-Kindern eine Chance bietet, aus ihrem Dasein als moderne Sklaven in „Gastfamilien“ auszubrechen. Das Kotten-Nie-Team ist davon überzeugt: Das ist ein Projekt, für das es sich lohnt, sich zu engagieren.

Svenja Suda

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