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Fünf Berliner aus dem Eis gerettet

Polizei und Feuerwehr ziehen Spaziergänger aus dem Tegeler See - Warnung vor Betreten der Gewässer

TEGEL/SCHLACHTENSEE

Trotz aller eindringlichen Warnungen bringen sich leichtsinnige Berliner durch das Betreten von Eisflächen immer wieder in Lebensgefahr. Allein am gestrigen Sonntag rückten Feuerwehr und Wasserschutzpolizei viermal aus, um Eingebrochene zu retten und zu versorgen. Allein dreimal waren die Retter am Tegeler See gefordert.

Dort brachen am Nachmittag innerhalb von drei Stunden fünf Personen ein. Zunächst traf es kurz nach 15 Uhr zwei Spaziergänger in der Nähe der Greenwichpromenade. Sie konnten sich selbst retten, mußten aber von der Feuerwehr wegen Unterkühlung vor Ort behandelt werden.

Kurze Zeit später, gegen 16.20 Uhr, befuhr ein besonders leichtsinniger Berliner den See sogar mit einem sogenannten Quad, einem vierrädrigen Motorrad, und brach ebenfalls ein. Er mußte ebenfalls von der Wasserschutzpolizei geborgen werden. Gegen 18 Uhr mußte die Polizei schließlich eine Mutter mit ihrem Kind retten.

Die Polizei reagierte auf die Vorfälle mit Unverständnis, zumal Spaziergänger am Ufer des Tegeler Sees von Beamten zuvor bereits eindringlich davor gewarnt worden waren, das Eis zu betreten. „Die Situation auf dem Tegeler See ist besonders trügerisch. In Ufernähe sieht das Eis recht stabil aus, aber in 200 Meter Entfernung vom Ufer zieht sich ein langer Riß durch die Eisdecke", erklärte Polizeisprecher Carsten Müller gestern.

Bereits am frühen Nachmittag hatten die Polizei auf dem Eis der Spree in der Nähe der Oberbaumbrücke 44 Personen gezählt. Die Spaziergänger seien zwar mit Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen der Spree aufgefordert worden, der Anforderung sei aber niemand gefolgt, sagte Müller. „Dabei ist gerade das Betreten der Spree besonders gefährlich, weil regelmäßig Eisbrecher eine Fahrrinne für den Schiffsverkehr freimachen", so der Polizeisprecher.

Bereits in der vergangenen Woche gab es mehrere gefährliche Vorfälle. Am Montag holte die Polizei in der Nähe der Hansabrücke in Tiergarten neun spielende Kinder vom Eis. Am Mittwoch brach ein Schlittschuhläufer auf dem Landwehrkanal ein und kam mit starken Unterkühlungen in ein Krankenhaus. Besonders gefährlich ist es derzeit auch auf dem Müggelsee. Da aus einem gebrochenen Rohr auf dem Grund seit Tagen warmes Wasser ausläuft, taut das Eis an vielen Stellen.

Sicher trug das Eis dagegen gestern auf dem Schlachtensee, im Gegensatz zu Spree und Tegeler See ein stehendes Gewässer. Dort waren 60 Buddy Bären von internationalen Künstlern aufgestellt. Mit dieser Aktion bat Unicef um Spenden für Kinder im pakistanischen Erdbebengebiet. Zugleich gab die Feuer|wehr Tips für den Notfall. Bei drei Grad Wassertemperatur ist der Mensch nach drei Minuten bewußtlos. Deshalb: Hilfe rufen und mit Rettungsring oder Eisleiter bis zur Einsturzstelle vorarbeiten. Notfalls mehrere Schals verknoten.

Nicht nur im Hinblick auf die bevorstehenden Ferien warnte die Polizei gestern erneut eindringlich vor dem Betreten der Eisflächen.

 
 

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