старт / пресса
Facebook Logo

пресса

Bunte Bären für besseres Leben

125 mächtige Buddy-Bären aus 125 Ländern warben in Berlin für Toleranz. Den Deutschland-Teddy gestaltete Dagmar Schmidt.

Troisdorf - Die Anfrage aus dem Auswärtigen Amt erreichte die 46-Jährige vor etwa einem Jahr. Ob sie bereit wäre, sich an einer ungewöhnlichen Aktion in Berlin zu beteiligen? Durch ihre künstlerische Arbeit für den beim Außenamt angesiedelten Verein "Initiative Toleranz", nicht zuletzt auch eine Ausstellung im Dienstsitz von Außenminister Joschka Fischer, hatte sich Dagmar Schmidt dort einen Namen gemacht: "Natürlich sagte ich zu." Was sie in den folgenden Wochen erlebte, beschreibt sie rückblickend als „sicher einmaliges Erlebnis“. Die freischaffende Künstlerin wurde in Altenrath geboren. Nach dem Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie arbeitete sie für einige Monate im Rahmen eines Stipendiums in Paris. Derzeit bereitet sie sich auf die Teilnahme an der Internationalen Druckgrafik-Triennale in Kairo vor.

Viele Sponsoren gewonnen

Wie Adler und Löwe gehört der Bär zu den tradierten Wappentieren der Welt. Der Berliner Bär ist eines der ältesten Machtsymbole, aber den Hauptstädtern von heute ist reichlich schnuppe, wer für ihr Maskottchen im 12. Jahrhundert Pate stand. Sie lieben ihren Bären und sind stolz, wenn mal wieder eine neue Aktion startet, bei dem sich alles um das Wappentier dreht. Wie beispielsweise vor einem Jahr die „Buddy-Bär-Show“. Dabei sollten große, bemalte Figuren die Hauptstadt farbenfroher machen. Die Idee fand so viel Zustimmung, dass das Unternehmer-Ehepaar Eva und Klaus Herlitz noch eins drauf setzten, nämlich das Projekt "United Buddy Bears".

Immer mehr Botschaften würden ihr Land in Berlin repräsentieren, wo Menschen aus mehr als 100 Nationen leben, argumentierte Klaus Herlitz. Als Zeichen der Toleranz und Völkerverständigung sollte ein Kreis aufrecht stehender Bären gebildet werden, die sich die Hand reichen und so einen Solidaritätsring bilden. Motto: "Wir müssen uns besser kennen lernen, dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammen leben".

Die Initiative fand große Zustimmung. Botschafter und Kulturbeauftragte, Honorarkonsule, Unternehmen und Verbände wurden als Sponsoren gewonnen. Schließlich wurden 125 Künstler aus 125 Ländern auf vier Kontinenten eingeladen, um den Kreis der bärigen Kameraden zu realisieren.

In einem zum Großraumatelier umfunktionierten alten Straßenbahndepot der Berliner Verkehrs-Gesellschaft trafen sich die Teilnehmer, 71 auswärtige Bären-Enthusiasten und einheimische Künstler. Dagmar Schmidt, die zehn Tage dabei war: "Es war eine unvergessliche internationale Begegnung. Ich würde immer wieder mitmachen." Trotz "babylonischen Sprachgewirrs" habe man sich bestens verstanden.

Symbole der Regionen

Schon die Bärenparade im Depot lockte Neugierige. Als die 125 mächtigen Tiere (jedes zwei Meter hoch, gefertigt aus Kunstharz) am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor aufzogen, war die Begeisterung tausender Zuschauer kaum zu bremsen. Jeder einzelne Bär, "Aug' in Aug' mit seinen Nachbarn", symbolisiere die Weltoffenheit und den internationalen Charakter, betonte Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister.

Keiner der bunten Figuren gleicht der anderen. Manche Künstler ließen es bei plakativen Aussagen, andere setzten auf grafisches Raffinesse, wieder andere versuchten, expressionistisch ihre Heimat zu beschreiben. Die japanische Vertreterin zauberte Kalligraphie auf den Bären, und auf dem Rücken des ägyptischen Tiers wird die Hieroglyphe des Pharaos Ptahhotep zitiert: "Man kann die Grenzen der Kunst nicht erreichen, und kein Künstler ist im Besitz der Vollkommenheit."

Der deutsche Bär von Dagmar Schmidt, ist im Stil der Künstlerin "heiter in sich selbst": Bunte Bilder, oft die Natur andeutend, die Raum zum Fantasieren lassen. Ihren schwergewichtigen Kumpel schmückte die 46-Jährige zudem mit den Wappen der Bundesländer und Symbolen der Regionen: „Das Herz auf der Brust des Bären zeigt die Farben der deutschen Fahne und weist auf die Einheit der Bundesländer hin.“ Fünf der 125 Riesen-Buddys gibt es als Modell in kleiner Auflage. Einige weitere sollen im Frühjahr auf den Markt kommen, vermutlich auch der Schmidt-Bär.

KLAUS SCHMITZ

 

 
 

© 2019 Buddy Bär Berlin GmbH
Eine Initiative von Eva und Dr. Klaus Herlitz

Privacy notice
Imprint