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Pressespiegel

Im Sommer sollen die Straßen den bunten Bären gehören

Kunstaktion
Im Sommer sollen die Straßen den bunten Bären gehören

Kunst-Aktion vorgestellt
100 Unternehmen machen mit

Bären will er auf Berlin loslassen, zuerst auf die West-City. Bärenstark findet er die Idee. Und er kann es kaum erwarten, die Tiere endlich aus dem Zwinger zu lassen. Nun ist es soweit: Nach der metaphorisch angereicherten Ankündigung nähert sich Dr. Klaus Herlitz dem schwarz verhängten Gebilde im Foyer des Ludwig-Erhard-Hauses und schiebt die Decke ein wenig zur Seite. Zum Vorschein kommt: eine blau glänzende Schnauze. Dann das ganze Vieh - ein fast zwei Meter langer Bär aus Plastik, dem man mit dem Airbrush zu Leibe gerückt ist, um ihm das Brandenburger Tor auf die Seite zu sprühen. So sehen sie also aus, die Bären, die bald die Hauptstadt-Straßen bevölkern werden. So und doch wieder ganz anders: Denn jedes Tier wird individuell bemalt.

Neu ist die Idee nicht: In Zürich waren es 1998 Kühe, im letzten Jahr in Toronto Elche - und immer sollten sie die Stadt bunter und schöner machen. "Für Berlin mussten wir natürlich Bären gestalten", sagt Herlitz, Aufsichtsrat der Herlitz AG und Initiator der Aktion, und betont, dass er mit seinem Engagement vor allem deutlich machen möchte, dass auch in West-Berlin "etwas passiert" - denn hier, am Ku'damm, werden die ersten der insgesamt 300 Werke aufgestellt. Charlottenburg, meint Herlitz, sei schließlich das Herz der Stadt, und das Viertel müsse sich, auch künstlerisch, nicht vor den neuen In-Bezirken im Osten verstecken.

Zu den fast 100 Berliner Unternehmen, die sich zum Kauf eines Roh-Bären schon bereit erklärt haben, gehören das KaDeWe, Nike-Town, Wertheim, Mc Paper, der Ullstein-Verlag, das Four Seasons, das InterConti, die Messe Berlin und die Deutsche Bahn. Mehrere Dutzend mögliche Standorte für die fertig bemalten Plastikfiguren sind bereits organisiert.

Bisher allerdings tragen die meisten Bären noch ihr weißes Kleid aus wetterfestem GF-Kunststoff - erst fünf bereits bunte Tiere kann Herlitz bei der Präsentation enthüllen. Besonders schön - und anders als das blaue Airbrush-Modell tatsächlich künstlerisch interessant - ist der Bär, der als Letztes zum Vorschein kommt: Auf dem schwarz grundierten Körper formieren hunderttausende von kleinen, weißen Strichen die Wasserläufe Berlins. Welche Straße dieses Werk von Katja Wolf "bewohnen" wird, steht aber noch nicht fest.

Brigitte Böttcher

 
 

© 2020 Buddy Bär Berlin GmbH
Eine Initiative von Eva und Dr. Klaus Herlitz

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