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Pressespiegel

St. Gallen lässt die Bären los

Ab Sommer 2005 sollen rund 50 Bären die St. Galler Innenstadt bevölkern Berlin macht es vor, St. Gallen kann es auch. Bärenskulpturen sollen von Künstlern bemalt werden - und dem städtischen Wappentier zu Präsenz in der Öffentlichkeit verhelfen.

 

Nach der Legende wies Gallus den Bären, der ihm Holz ins Feuer warf, aus dem Tal der Steinach fort in die Berge. Aber nun kommt der Bär zurück. Nicht als Einzelexemplar, sondern als 50-köpfige Bärenfamilie. Zumindest wenn es nach Walter Tobler, Födlebürger, Präsident von Gastro Stadt St. Gallen, Pächter im Restaurant zum Goldenen Leuen und Initiant der Aktion «Sankt Gallen Bärenstark» geht.

 

«Sankt Gallen Bärenstark»

Als er in Berlin gewesen sei, habe er die Berliner Buddy-Bären gesehen: Sympathische zwei Meter grosse Kerle, mal auf dem Kopf stehend, mal auf den Füssen. Sie waren mit verschiedensten Farben und Sujets bemalt, einer sogar mit einem Schweizer Kreuz. Berlin hat seine Hausaufgaben in Sachen Stadtwappen und Marketing gemacht, dachte sich Tobler. Und St. Gallen? Zusammen mit Partnern aus dem St. Galler Gastgewerbe begann Tobler die Aktion «Sankt Gallen Bärenstark» zu planen. Gestern hat Tobler den Bär aus dem Sack gelassen: Ab sofort sind St. Galler Unternehmen, Vereine, Organisationen, Gruppen und Privatpersonen eingeladen, eine Bärenskulptur zu erwerben. Diese sind unbemalt - so genannte Rohlinge - und es gibt sie in drei Ausführungen: Der «Akrobat» steht auf dem Kopf, der «Tänzer» auf den Füssen und der «Freund» auf allen Vieren.

 

Beitrag an Schlupfhuus

Bemalt werden sollen sie von Kunstschaffenden aus Stadt und Region St. Gallen. Tobler und seine Partner, zu denen auch die Vereinigung der Ehrenfödlebürger gehört, sind - falls gewünscht - Käufern behilflich bei der Suche nach Künstlern. Wenn der Bär fertig bemalt ist, wird er im Mai nächsten Jahres an der «Bärnissage» der Bevölkerung vorgestellt und bekommt seinen Platz in der Innenstadt. Nach dem Winterschlaf wird die Aktion im Sommer 2006 wiederholt. Die Versteigerung der Bären an der Olma 2006 soll den Schlusspunkt der «Aktion Bärenstark» bilden. Der Erlös der Versteigerung sowie zehn Prozent des 3999 Franken betragenden Verkaufspreises kommen dem «Schlupfhuus», der Notunterkunft für Kinder und Jugendliche des St. Galler Kinderspitals zugute.

 

Farbtupfer in der Stadt

Ist St. Gallen nach den Buddy-Bären in Berlin und den Kühen in Zürich nicht etwas spät mit einer solchen Aktion? Man stehe dazu, dass man die Idee, mit Tierskulpturen das Stadtbild zu beleben, nicht erfunden habe, sagt Tobler. Aber «St. Gallen Bärenstark» werde durch die einheimischen Kunstschaffenden mit Sicherheit seine eigene originelle Prägung bekommen. Ziel sei es, Farbtupfer in der Innenstadt zu setzen und emotionale Bilder und Fotomotive für Bewohner und Touristen zu schaffen. Zwei Bären seien bereits verkauft und bemalt: Am nächsten Montag werden sie allen Interessierten beim ersten «Bären-Apéro» präsentiert.

(kl)

 

 
 

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