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Pressespiegel

Schmetterlinge zieren den Togo-Bären

Künstler malt zu Gunsten der Unicef

Braunbären gibt es in Westafrika gewiss nicht. Aber das gilt genauso für viele der Länder, die sich wie Togo an der "United Buddy Bears³-Aktion zu Gunsten der Unicef in Berlin beteiligen. 184 Kunstwerke, gemalt auf lebensgroßen Polyester-Bären, sollen ­ Tatze an Tatze im 80 Meter großen Halbkreis ­ den Sommer über als Einigkeitssymbol posieren, jeder für eine andere Nation. Am Ende der Open-Air-Ausstellung werden diese Berliner Bären der besonderen Art zu Gunsten des Kinderhilfswerks versteigert. Den Beitrag für die "République Togolaise³ gestaltet zurzeit der Uetzer Maler Günter Radtke ­ in seiner privaten Schwimmhalle, weil der Bär durch keine der Ateliertüren passte.

Den Auftrag hat dem 82-Jährigen der Generalkonsul des 4,5-Millionen-Landes, Gerd Nelke, erteilt. Für dessen Stederdorfer Pumpenfabrik hat Radtke schon zahlreiche aufwändige Illustrationen gefertigt. Das Projekt passt so ganz zur Arbeitsweise des "visionären Realisten³, der als Spezialist gilt fürs Sichtbarmachen von Dingen und Prozessen, die man mit dem Auge so nicht erfassen kann. Macht sich der Maler für seine Darstellungen in Magazinen und Büchern sonst bei Wissenschaftlern und Konstrukteuren kundig, steckte er für den Togo-Bären die Nase tief in die Literatur über den landwirtschaftlich geprägten Staat.

Der vom Generalkonsul abgesegnete Entwurf, den Radtke nun auf der schmalen Schwimmbadumrandung Pinselstrich für Pinselstrich realisiert, ist denn auch eine Komposition landeskundlicher Details: Die Lenden von Meister Petz bedecken westafrikanische Stoffe. Tänzer, Warzenschwein, Elefant, ein ländliches Wohnhaus und Amphoren zieren den Bauch. Und direkt unter der gutmütigen Miene flattern farbenfrohe togoische Schmetterlinge auf der starken Bärenbrust. Günter Radtke kann eben nicht heraus aus seiner Haut des künstlerischen Infografikers.

Bei aller Gestaltungslust und Detailversessenheit: Die physisch harte Arbeit des Beinebemalens weckt nicht gerade pure Vorfreude bei dem 82-Jährigen. Eher schon der Gedanke daran, dass mit der Bärenplastik ­ nach der Bilderausstellung "Visionärer Realismus³ in Niedersachsens Vertretung im Januar ­ schon wieder ein Radtke in Berlin zu sehen sein wird ­ dort, wo er im Alter von 16 Jahren dereinst seine Künstlerlaufbahn begann und wo er seine Frau Dorothea, eine gebürtige Berlinerin, kennenlernte.

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