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"United Buddy Bears" für Toleranz und Frieden

Der Buddy Bär der Maltesischen Botschaft im Atelier des Künstlers Edward B. Gordon

Berlins Buddy Bären bekommen Nachwuchs. Über 150 "United Buddy Bears" werden von Juni bis November 2002 in Kreisformation vor dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz für Toleranz und Frieden werben. Jeder Buddy Bär steht für eine ausländische Vertretung in Deutschland. Einer unter ihnen ist Repräsentant der Botschaft von Malta.

Ein "United Buddy Bear" ist mit erhobenen Pranken zwei Meter hoch, aus Fiberglas und schlicht weiß. Allerdings nur für kurze Zeit. Denn gestaltet werden die Bären individuell von internationalen Künstlern, ausgewählt von den Botschaften. Die Botschaft von Malta konnte den Berliner Künstler Edward B. Gordon für die Gestaltung ihres Bären gewinnen. Gordon, geboren 1966 in Hannover, blickt bereits auf eine ansehnliche Künstlerlaufbahn zurück.

Nach seiner Theaterausbildung in London arbeitete er in Regie und Dramaturgie. Schon währenddessen realisierte er seine ersten Ausstellungen. Die unterschiedlichsten Ausstellungen und Sammler haben seine Arbeiten einem großen Publikum bekannt gemacht. 1998 wurde sein Werk "The Politician" vom Hanging Committee der Summer Exhibition der Royal Academy London ausgewählt. 1998 war auch das Jahr in dem Gordon anfing, mehr und mehr als Portraitmaler zu arbeiten. Dieser neue Bereich hat sich, zusammen mit anderen Feldern wie der Fotografie und Auftragsarbeiten als sehr erfolgreich entwickelt. Seit 1999 wohnt der Künstler in Berlin.

Gordon kennt, wie die meisten Berliner, die Buddy Bären schon lange. Und sogar im Bemalen hat er Übung - die Botschaft Maltas hat mit ihm also eine gute Wahl getroffen. Seine beiden ersten Bären "Seasons I" und "Seasons II" stehen vor dem Four Seasons Hotel in Berlin-Mitte. Gordon ist ein Befürworter von Kunst auf der Straße. Allerdings, so berichtet er mit Bedauern, wurden auch seine Kunstwerke schon "beschmiert". Er selbst kümmert sich um seine Bärenkinder und beseitigt jede Beschädigung.

Als Maler arbeitet Edward B. Gordon mit Ölfarbe auf Leinwand. Der Buddy Bär ist aber ein dreidimensionales Gebilde, das es mit Acrylfarbe zu gestalten gilt. Eine wahre Umgewöhnung für Gordon, der diese Schwierigkeit aber fantastisch meistert. In regelmäßigem Austausch mit S.E. William C. Spiteri, Maltas Botschafter in Berlin, schreiten die künstlerische Arbeiten voran. Alle Angehörigen der Maltesischen Botschaft, berichtet Gordon, sind neugierig auf ihren Buddy Bären und schauen regelmäßig im Atelier des Künstlers vorbei.

Maltas Buddy Bär wünscht sich den EU-Beitritt

Der United Buddy Bär der Botschaft von Malta zeigt Traditionen und Bauten der Insel, sowie metaphorische Motive bei Tag und bei Nacht. Seine Vorderseite ist die Sonnenseite. Die Sonnenstrahlen und der maltesische Sandstein lassen die Hauptstadt Valletta golden im Hintergrund des bärigen Bauches leuchten. Vor ihr erstreckt sich das Meer. In einem kleinen Boot fährt stehend eine Frau und schaut gen Valletta. Sie transportiert einen Korb voller Orangen - typisches Gastgeschenk der Malteser. Unterhalb dieses Motivs liegt die Silhouette Europas - Symbol für den gewünschten EU-Beitritt Maltas. Oberhalb des Hauptstadtmotivs sind zwei berühmte Tempelbauten zu sehen. Die Rückseite des Bären zeigt die Nacht. Aber hell erleuchtet! Im Zentrum eine Hafenstadt, am Himmel ein Feuerwerk. "Malteser lieben Feuerwerke", weiß Gordon zu berichten. Aus einer Feuerwerksexplosion steigen weiße Friedenstauben auf. Unterhalb dieses Motivs ist die Silhouette des Nahen Ostens und Nordafrikas zu erkennen. Sie symbolisiert für Gordon die "Brückenfunktion Maltas" als Vermittler zwischen Nordafrika, dem Nahen Osten und der restlichen Welt.

Noch ist der Buddy Bär der Botschaft von Malta nicht fertig bemalt. Wer sehen möchte, wie eine außergewöhnliche künstlerische Arbeit an einem ehemals weißen Fiberglas-Bären Gestalt annimmt, kann im Atelier des Künstlers in der Krausenstraße 8 in Berlin-Mitte gerne vorbeischauen.

Jocelyne Kittel

Diesen Artikel finden Sie im Original mit Bildern unter www.dascorps.de/html/news/culture/c_020419_2.html.

 
 

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