Wer kennt nicht die Buddy-Bären auf den Straßen in Berlin. Mittlerweile sind sie zu Botschaftern auf allen fünf Kontinenten geworden und werben für kulturellen Dialog, Toleranz und Völkerverständigung. Tijen Karadag sprach hierzu mit dem Geschäftsführer der Buddy-Bär Berlin GmbH, Dr. Klaus Herlitz.
Herr Dr. Herlitz, wer kam auf die Idee, Buddy-Bären von Künstlern aus aller Welt bemalen zu lassen und damit auf Welttournee zu gehen?
Die ursprüngliche Idee dazu hatte meine Frau. Angefangen hat alles Mitte 2001. Der österreichische Bildhauer Roman Strobl hatte die Grundskulptur geschaffen, und seine Frau Anne Strobl übernahm die Feinarbeit.
Kurz darauf fand vor dem KaDeWe die erste Buddy-Bär-Show statt. Berliner und Touristen erfreuten sich an den bunt bemalten Bären. Diese wurden sofort ein beliebtes Fotomotiv, denn sie strahlen nicht nur Freundlichkeit, sondern mit ihren erhobenen Armen auch Optimismus aus. Es dauerte dann auch nicht lange, da tauchten immer mehr BuddyBären im Berliner Stadtbild auf. Sie wurden nach kurzer Zeit zu Botschaftern Berlins in der weiten Welt.
2002 war dann das Geburtsjahr der „United-Buddy-Bears". Durch Unterstützung des Auswärtigen Amtes und zahlreicher Botschaften entstand ein völkerverbindendes Projekt. Künstler aus 120 Ländern gestalteten jeweils einen Bären, der sein Heimatland repräsentiert. Die Aufstellung dieser Bären im Kreis stellt ein außergewöhnliches und einzigartiges Kunstwerk dar.
In welchen Städten fanden bisher solche Ausstellungen statt?
Nach dem großen Erfolg in Berlin neben dem Brandenburger Tor waren wir inzwischen in Kitzbühel, Hong Kong, Instanbul, Tokio und Seoul. Gegenwärtig kommen wir gerade von einer Ausstellung in Sydney zurück. Sie ist dort ein großer Publikumsmagnet. Wir rechnen mit weit über eine Million Besucher während der fünfwöchigen Ausstellungszeit.
Was geschieht mit den Bären nach einer solchen Ausstellung?|Am Ende werden viele Bären zugunsten von UNICEF oder anderen Kinderhilfsorganisationen versteigert.
Bisher kamen über 1.1 Millionen Euro zusammen.
Welches sind die nächsten Pläne?
Nun, in diesem Sommer findet ja bei uns die Fußballweltmeisterschaft statt. Hier werden die Bären vom 15. Juni bis 31. Juli 2006 auf dem Bebelplatz in Berlin Aufstellung nehmen und voraussichtlich rund 140 Länder der Vereinten Nationen repräsentieren. Nach der Ausstellung in Berlin wird der Kreis der „United-Buddy-Bears" erneut auf Welttournee gehen. Das Motto lautet: „Wir müssen uns besser kennenlernen ..., dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammenleben."
VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW.