Wenn die Sonne sich hinterm Bebelplatz verschwindet, kommt die Leibgarde der Buddy-Bären. Ehemalige Obdachlose. Ohne Hoffnung, ohne Dach. Mit Knastnummern am Arm und Stadtmissions-T-Shirts passen sie auf die 142 bunten Tiere auf.
„Auf dem ersten Arbeitsmarkt haben unsere Klienten kaum eine Chance", begründet das Angelika Berger von der Berliner Stadtmission. Von 22 Uhr bis morgens um 6 Uhr sind jeweils zwei Obdachlose im Bärendienst. Noch bis Sonntag. Für 4 Euro die Stunde. „Sie fühlen dabei, daß sie etwas wert sind."
Auch Dieter A. (58, re.), der 2001 seinen lob bei der Deutschen Bank verlor, dann seine Wohnung. „Nach 34 Jahren Berufsleben war ich zu stolz fürs Arbeitslosengeld." Und Thomas B. (44). Mit 17 war er aus Suhl gen Westen geflohen, landete nach einer Schlägerei als Häftling 563/81 in Hamburg. „Die Straße versprach mir Freiheit. Das Geld, was ich hier verdiene, wird auf die Seite gelegt. Ich will mir mal was leisten "
jr