Schnösel-Senator Flierl beleidigt süße Berlin-Maskottchen

Wie viel Gram und Schmerz muss der Senator in sich tragen? Was trieb ihn bloß zu dieser vernichtenden Attacke auf die friedlichen Buddy Bären? Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei) hebt gerade ab in künstlerische Sphären, die nur noch elitäre Kulturschnösel verstehen.

Als "kitschig, spießig, banal, ästhetisch und moralisch verschlissen" hat er die Skulpturen bezeichnet. Und er wehrt sich gegen den Plan, 140 Bären (bemalt von Künstlern aus 140 Ländern) zur WM am Bebelplatz in Mitte aufzustellen. Dort sollen Sie um das Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung postiert werden. "Das weckt sehr eigenartige Assoziationen", ätzte er in einem Brief an Bezirksbürgermeister Joachim Zeller (CDU) und bat ihn, das zu verhindern. Dabei scheint er der Einzige zu sein, der sich erregt. Die Jüdische Gemeinde freut sich, dass die Bären das unauffällige Denkmal in den Mittelpunkt rücken. Der Bezirk reagierte gelassen, verwies darauf, dass die Aktion auch auf "persönliche Bitte von Herrn Wowereit stattfindet".