Kultursenator Flierl will die Berliner Bärchen VERBIETEN!

Von HILDBURG BRUNS

Berlins Kultursenator Thomas Flierl (48) bläst zur Jagd! Er will 140 bunt bemalte Buddy-Bären vom Bebelplatz in Mitte vertreiben.

Der PDS-Politiker hält die Skulpturen für „banale Kitschversionen" des Berliner Wappentieres, nennt sie „ästhetisch und moralisch verschlissen".

Die Berlin-Bärchen reisen seit 2003 als Botschafter der Hauptstadt um die Welt, legten von Argentinien bis zur Zentralafrikanischen Republik schon über 50 000 See-Meilen zurück. Jeder einzelne steht für ein anderes Unicef-Land, wirbt für Völkerverständigung. Jetzt sind sie mal wieder auf Heimat-Kurs, sollen während der Fußball-WM im Kreis um das Denkmal für die Bücherverbrennung aufmarschieren.

„Vor solch banaler Nutzung sollte das Denkmal geschützt werden", fordert Flierl in der ,Tageszeitung' und bat den Bezirk Mitte, die Genehmigung zu streichen. Dabei hatte auch die Jüdische Gemeinde zugestimmt. Bären-Initiatorin Eva Herlitz: „Man fühlt sich schon geohrfeigt." Auch Mittes Baustadträtin Dorothee Dubrau (51, Grüne) erteilte Flierl gestern eine Abfuhr: „Die Bärenrunde ist ja keine Kunstausstellung, sondern eine politische Aktion. Zudem findet sie auf persönlichen Wunsch des Regierenden Bürgermeisters Wowereit statt. "Übrigens: Auch als offizielles Berlin Signet mag Flierl weder den Berliner Bären noch das Brandenburger Tor.