Tokio - Bundespräsident Horst Köhler hat am Montag in Tokio die Wanderausstellung "United Buddy Bears" eröffnet. Gemeinsam mit dem japanischen Ministerpräsident Junichiro Koizumi hat er einen neuen "Buddy Bear" enthüllt.
Zum Auftakt des Deutschlandjahres in Japan hat er für eine stärkere Zusammenarbeit beider Länder plädiert. Die bilateralen Beziehungen seien zwar gut. Doch gebe es noch viel zu tun, sagte Köhler. "Wir müssen gerade die jungen Menschen mehr füreinander interessieren." Mit dem Deutschlandjahr, das er gemeinsam mit Japans Kronprinz Naruhito mit einer Ausstellung von Schätzen der Berliner Museumsinsel feierlich eröffnete, wolle man die "Routine aufbrechen, die sich in die bilateralen Beziehungen möglicherweise eingeschlichen hat".
Deutschland stellt sich während der kommenden zwölf Monate mit 750 Projekten aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zum ersten Mal in Japan umfassend vor. Ein Höhepunkt ist die Sonderausstellung mit Meisterwerken der Berliner Museumsinsel im Nationalmuseum in Tokio.
Köhler hat in Japan auch für einen ständigen Sitz Deutschlands im Weltsicherheitsrat geworben. Er und seine Frau Eva wurden vom Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko empfangen. Anschließend aßen sie mit Kronprinz Naruhito und Kronprinzessin Masako in deren Palast zu Mittag. dpa