Vielleicht war es als Ablenkungsmanöver von der Stasi-Debatte gedacht, in der Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei.PDS) wegen seines sorglosen Verhaltens gegenüber ehemaligen Stasi-Mitarbeitern fest steckt, vielleicht war es auch einfach nur so daher gesagt. Flierl brachte in dieser Woche jedenfalls die Menschen gegen sich auf. In scharfen Worten hatte er nämlich die Buddy-Bären-Ausstellung, die zur Fußball-Weltmeisterschaft auf dem Bebelplatz geplant ist, kritisiert und die Bären als "ästhetisch und moralisch verschlissen" bezeichnet. In der PDS-Fraktion reagierte man mit Sarkasmus auf die neuen Flierl-Schlagzeilen: "Mir geht's bärig." Und in der SPD-Fraktion gab es nur einen Kommentar: "Wäre schön gewesen, wenn Herr Flierl diese Leidenschaft gezeigt hätte, als die Opfer von den früheren Stasi-Mitarbeitern verhöhnt wurden."