Unser liebster Botschafter
Gerade mal fünf Jahre alt, ist er schon weltbekannt. Davon profitieren neben den Erfindern auch andere Berliner Finnen Das Interconti hat einen, die Firmen Gegenbauer und Alba hatten ihn sogar als eine der ersten, und auch „Wowi" konnte seine Schwäche für den dicken Großen nicht allzu lang geheimhalten. Der Buddy Bär hat es vielen angetan - neben zahlreichen Promis sind es aber vor allem Touristen, die sich in den jüngeren Bruder des Berliner Wappentiers verlieben. „Die Buddy Bären sind ein echter Verkaufsrenner bei uns`, sagt Heyam Manana vom Berlin Store Unter den Linden. „Besonders die Bären, die mit bekannten Motiven aus der Stadt bemalt sind, werden von Besuchern gern gekauft°, sagt sie.
Das ist für Klaus Herlitz keine große Überraschung, ist er als Erfinder des Tiers und Geschäftsführer der Buddy Bären Berlin GmbH doch überzeugt von seinen Babys. „Bären sind Sympathieträger und wir haben das Glück dieses Tier im Wappen unserer Stadt zu haben.
"Vor fünf Jahren entwickelte Herlitz gemeinsam mit seiner Frau Eva die Idee zu dem Bären. Künstler an der Universität der Künste (UdK) setzten die Idee kurz darauf um. Es entstanden die unterschiedlichen Figuren: der Tänzer (siehe großes Foto), der „Freund", der balancierende Akrobat und später auch der sitzende Bär.
Inzwischen werden die zwei Meter großen Tiere aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt, „in einem kleinen Nachbarland Deutschlands", wie Klaus Herlitz geheimnisvoll sagt. Auch die Miniaturpendants kommen nicht aus der Hauptstadt, sondern aus China. Wie viel Berlin steckt denn dann noch im Buddy Bären? „Er ist hier geboren", verteidigt Herlitz sein Werk. Außerdem werde der mittelgroße, 35-Zentimeter-Bär zum Selberbemalen in Berlin hergestellt. Wo genau, will Herlitz aber auch an dieser Stelle nicht verraten. „Gute Quellen gibt man nicht preis", sagt der Geschäftsmann. Dann verweist er auf seine Lizenznehmer, Berliner Unternehmen, die ebenfalls dem Charme der Bären verfallen sind. Davon gibt es einige: Hersteller von Schokobären oder Porzellanbären, Fotografen oder Schmuckdesigner. Sie alle entwerfen oder produzieren Produkte, auf denen die bunten Tatzentiere zu sehen sind.
Und dann erzählt Herlitz von den United Buddv Bears.142 Bären wurden von 142 Künstlern aus ebenso vielen Ländern bemalt. Jeder Bär repräsentiert ein Mitgliedsland der Vereinten Nationen. Die United Buddy Bears werden in vielen Städten der Welt ausgestellt, sie stehen für mehr Völkerverständigung. Und nicht zuletzt tummeln sich weitere Buddy Bären in zahlreichen diplomatischen Vertretungen Deutschlands, sagt Klaus Herlitz, von Sydney bis nach Washington. Einen besseren Botschafter für Berlin kann man sich wohl kaum wünschen.
Yasmin El-Sharif