Ich gebe es ja zu: Als an vielen Stellen in Berlin die Bären, die großen, bunten Buddy-Bären aufgestellt wurden, habe ich mich achselzuckend gefragt: Was soll das? Wen sollen diese Ungetüme, die da so leblos auf den Bürgersteigen stehen, begeistern? Mit anderen Worten; Ich habe diesen Bären keine sonderliche Popularität, keine enorme Beliebtheit, prophezeit. Irrtum! Ich habe mich total getäuscht. Nicht nur das...ich denke, dass sich diese Bären mittlerweile zu den besten Berliner Botschaftern gemausert haben!
Wie ich zu dieser - wenn auch etwas späten - Einsicht komme? Ich will es Ihnen erzählen. Anhand von Beobachtungen, die ich so liebe. Beispielsweise stand ich gestern abend am Kudamm/Ecke Uhlandstraße. Bei Gosch aß ich einen Brathering, trank Vino...und mein Blick war starr auf den Bären gerichtet, der sich an dieser beliebten und belebten Kreuzung ein festes Zuhause geschaffen hat.
Aber ehrlich... dieser Bär hatte keine freie Minute. Eltern setzten ihre Kinder drauf, Väter lehnten sich lässig an ihn, Mütter strichen ihm übers ( gedachte...) Fell, Japaner-Grüppchen umringten ihn und - was taten sie wohl?
Genau, sie kiecherten! Und wer auch was mit dem Bären tat - es klickten Fotoapparate. Ich denke, allein in dieser einen Stunde wurden mehr als 100 Bilder von dem Bären geschossen. Und das, was ich hier beobachtet habe, ist mir schon Unter den Linden, auf der Friedrichstraße, am Tauentzien - überall dort, wo Bären präsent sind, aufgefallen. Bären-Bilder aus Berlin werden die Fotoalben der Welt beherrschen, werden zu Hause auf Leinwänden, Fernsehschirmen, großen und kleinen Displays zu finden sein. Und jedesmal wird beim Betrachten der Bilder oder Abspulen der Filme irgendwo auf der Welt jemand sagen: Da, das ist der Bär aus Berlin!
Dabei wird sich dann jeder gern an unsere Stadt erinnern! Und wird wiederkommen wollen! Nach B(är)lin zu den Bären...und zu den vielen, vielen netten Berlinern!