Ein wenig Zeit sollte man schon mitbringen, wenn man den Kreis von 125 Buddybären nahe dem Brandenburger Tor komplett abschreiten und betrachten will. So wie Klaus Wowereit gestern bei der offiziellen Eröffnung der «United Buddy Bears»-Show. Nach seinem Rundgang hielt der Regierende eine Begrüßungsrede vor 500 geladenen Gästen. Die kamen von den Botschaften, die die bunten, «internationalen» Bären größtenteils gesponsert hatten, sowie aus der Wirtschaft, die manchen Ländern dabei unter die Arme gegriffen hatte.
125 Bären, 125 Länder, 125 künstlerische Konzepte: Vom komplett schwarzen Bären eines slowakischen Künstlers, bis hin zum bunt verzierten Bären Großbritanniens, auf dessen Tatzen Teetasse und -kanne balancieren und an dessen Bauch golden eingerahmt die Queen und andere britische Persönlichkeiten prangen.
Von A wie Ägypten, das mit prachtvollen alten Symbolen wie der Totenmaske von Tutanchamun daherkommt, bis Z wie Zentralafrikanische Republik, gekleidet in sonniges Gelb mit Darstellungen afrikanischer Dörfer und Savannen und mit typisch einfachem, selbst gebasteltem Spielzeug der Dorfkinder auf den in die Luft gestreckten Bärentatzen: Aus Draht- und Blechstücken zusammengesteckten Autos und Musikinstrumenten.
Das Projekt für Toleranz und Völkerverständigung wird auch in einem 230-seitigen Katalog beschrieben, der nahe der Buddy Bären verkauft wird (7,95 Euro). Darin finden sich ausführliche Informationen zu jedem Bären und den Künstlern, die sie bemalt haben.
Den Bärenkreis können Besucher auf dem Platz zwischen Brandenburger Tor und Behrenstraße noch bis November betrachten. Viele der Bären sollen dann laut Buddy Bär GmbH und der Initiatoren Eva und Klaus Herlitz zugunsten der Hilfsorganisation Unicef versteigert werden.
ka