Zwischenstopp auf dem Bebelplatz: die Berliner Buddy-Bären-Parade
Berlin - Die Berliner Buddy Bären sind zurück: Auf ihrer Welttournee machen die buntbemalten Kunstfiguren zur Fußball-WM einen Zwischenstopp in der Hauptstadt. Bis zum 31. Juli steht der Kreis der 142 mannshohen Bären auf dem Bebelplatz in Mitte. Dort erinnert ein Mahnmal im Boden an die Bücherverbrennung durch die Nazis am 10. Mai 1933.
Die Buddy Bären repräsentieren Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen und werben für Toleranz. Berlins Justizsenatorin Karin Schubert (SPD) bezeichnete die Bären als "Symbol für den Wunsch nach Frieden, Freiheit und Völkerverständigung". Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei) hatte hingegen im April gegen die Bären protestiert und sie spießig genannt. Sie banalisierten den Gedenkort auf dem Bebelplatz auf unerträgliche Weise.
Durch die Versteigerung der Bärenfiguren ist bisher rund eine Million Euro für die Arbeit des Kinderhilfswerks Unicef zusammengekommen. Die Bären waren unter anderem schon in Hongkong, Istanbul, Tokio, Seoul und Sydney zu sehen. Nach dem Zwischenstopp in Berlin sollen sie in Jerusalem und Kairo ausgestellt werden. Das Bärenprojekt geht auf eine Initiative des Unternehmers Klaus Herlitz und seiner Frau Eva zurück. Sie ließen 2002 die ersten Bären durch Künstler aus UN-Ländern gestalten.