Die Berliner "Buddy Bären", jene übermannsgroßen Tierfiguren aus Hartplastik, sollen auch weiterhin für die Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen, Unicef, werben. Die Verschwendungsvorwürfe an die Geschäftsführung von Unicef Deutschland änderten an den weltweiten Versteigerungen und Spendensammelaktionen nichts, sagte der Geschäftsführer der Buddy Bären Berlin GmbH, der ehemalige Büroausstatter Klaus Herlitz, jetzt der Berliner Zeitung.
Herlitz' Bärenplastiken, die gelegentlich selbst der Regierende Bürgermeister als Gastgeschenk mit auf Reisen nimmt, werden oft von internationalen Künstlern bemalt und zu Gunsten von Kinderhilfsorganisationen versteigert. Rund 1,4 Millionen Euro erbrachten die Auktionen laut der Buddy Bär GmbH schon weltweit, nach Herlitz' Angaben davon allein fast 600 000 Euro für Unicef. Eine Berliner Aktion etwa unterstützte den Aufbau von Schulen in Angola, eine Versteigerung in Hong Kong brachte rund 150 000 Euro für Unicef-Hilfen in Kambodscha.
Bekannt ist auch der von mehr als 120 Künstlern gestaltete Figuren-Kreis "United Buddy Bears", der in der deutschen Hauptstadt schon an mehreren Orten aufgestellt war, etwa am Bebelplatz. "Wir sind international ausgerichtet", sagte Herlitz. Die Affäre von Unicef Deutschland sei anderswo in der Welt nicht bekannt und spiele schon daher keine Rolle, was die Spendenbereitschaft angehe. Die United Buddy Bears sind Anfang Mai dieses Jahres wieder in Warschau zu sehen.