Buddy-Bären aus beiden Koreas werden in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert

Große bunte Buddy-Bären, insgesamt 125, kommen auf ihrer Welttournee nach Seoul und werden dort vom Samstag, dem 8. Oktober, bis zum 9. November auf dem Friedensplatz des Olympischen Parks ausgestellt.

Die United Buddy Bear Exhibition wurde 2002 von einem deutschen Ehepaar, Eva und Dr. Klaus Herlitz, ins Leben gerufen, die dachten, dass der Bär als universelles Tier ein Symbol für Toleranz und Verständnis zwischen verschiedenen Nationen sein könne.

Künstler aus verschiedenen Ländern bemalten zwei Meter große weiße Bären, die aus einer besonderen Glasfaser hergestellt wurden und ihnen von der Buddy Bear Berlin GmbH zur Verfügung gestellt wurden. Dadurch erhielt jeder Bär ein einzigartiges Design.

"Die Buddy-Bären stehen alle Hand in Hand und Schulter an Schulter und vermitteln eine Botschaft der Liebe, des Friedens und der Solidarität. Sie fördern die öffentliche Kunst und zeigen der Öffentlichkeit, wie man Kunst in das tägliche Leben integrieren kann", sagte Lee Hyun-ju, PR-Manager der Ausstellung.

In der Ausstellung in Seoul werden erstmals Buddy-Bären aus Nordkorea vertreten sein. Gegenwärtig arbeiten die beiden nordkoreanischen Künstler Lim Chang-bok und Kim Ik-hyun an der Fertigstellung eines Bärs in Deutschland. Ab dem 15. Oktober wird der nordkoreanische Bär neben dem südkoreanischen Buddy-Bären stehen.

"Die Ausstellung der Buddy-Bären durch Künstler aus beiden Koreas wird ein historisches Ereignis sein und eine Chance, der Welt den klaren Willen beider Koreas zu verkünden, für Wiedervereinigung und Versöhnung zusammenzuarbeiten", sagte Lee.

Der Buddy-Bär aus Südkorea wurde von dem südkoreanischen Künstler Sa Sok-won bemalt, der für seine Tiermalereien bekannt ist.

Sa bemalte den Bären mit Acrylfarbe mit einer blauen Jacke und einem roten Rock und stellte das mythische Fabelwesen "Woongnyo" aus einer Legende über Koreas Gründung dar. Dabei handelt es sich um einen Bären, der sich in eine Frau verwandelt und den Sohn Gottes heiratet und darauf "Tangun" gebiert, der zum ersten Vorfahren der Koreaner wird. Ein Tiger, in Korea ein Symbol für Mut und Macht, ist auf den Rock gemalt.

"Ich habe versucht, die Atmosphäre koreanischer Volkssagen wiederzubeleben, indem ich starke Farben verwendet habe", sagte Sa. Im Juni schickte der südkoreanische Vorbereitungsausschuss für die Ausstellung einen ein Meter hohen Buddy-Bären des Künstlers Sa nach Nordkorea, um den 5. Jahrestag der gemeinsamen Erklärung vom 15. Juni des innerkoreanischen Gipfeltreffens 2000 feierlich zu begehen.

Die Bären werden bis zum 9. November in Seoul bleiben und dann in das australische Sydney weiterreisen. Während der Fußball-WM im nächsten Jahr wird die Ausstellung noch einmal nach Berlin zurückkehren und dann Ende 2006 nach Pjöngjang gehen.

Ein anderes wichtiges Ziel der Ausstellung ist die Hilfe für bedürftige Kinder weltweit. Mit der Beendigung der Welttournee werden die Buddy-Bären bei einer Auktion in Berlin versteigert. Der Erlös der Versteigerung wird an UNICEF gespendet.