Berliner Bären für die ganze Welt - Seite 1

Der Berliner Bär, das Wappentier der deutschen Hauptstadt, hat jetzt 125 Freunde und Freundinnen. Die Truppe nennt sich "United Buddy Bears" und bildet unmittelbar neben dem Brandenburger Tor einen Kreis. Jeder Bär steht hier für ein anderes Land.

Berlin hat es schon lange mit den Bären. Seit einem Jahr bevölkern Hunderte dieser mannsgroßen Tiere die Stadt. Sie stehen auf Bürgersteigen und öffentlichen Plätzen, vor Firmenportalen und Geschäften. Alle im Auftrag von Unternehmen bemalt, die den Ehrgeiz hatten, das Bild der Stadt bunter zu machen. Der Bär von Air Berlin, ein Nachbild der Comic-Figur "Air-Bär" aus diesem Magazin, ziert übrigens das Flughafen-Terminal von Berlin-Tegel. Nachdem diese Privatinitiative von so großem Erfolg gekrönt war, wurde eine zweite Idee geboren: eben die von den "United Buddy Bears", den vereinigten Bären-Freunden. Urheber ist das Untemehmer-Ehepaar Eva und Klaus Herlitz. Jedes Land, das diplomatische Beziehungen zu Deutschland unterhält, sollte durch einen speziell bemalten Bären repräsentiert werden.

Jedem Teilnehmer-Land wurde ein baugleicher, nackter Kunstharz-Rohling zur Verfügung gestellt. Die Berliner Verkehrsbetriebe BVG stellten ein historisches Straßenbahndepot als "Großraumatelier" zur Verfügung, Künstler aus aller Welt wurden zur Gestaltung eingeladen. Zur Realisierung des Großprojektes wurde eigens die "Buddy Bär Berlin GmbH" gegründet, die "Initiative Toleranz e.V." im Auswärtigen Amt, der Senat von Berlin und die Institutionen "Partner für Berlin" und "Berlin Tourismus Marketing" wurden einbezogen. Da nicht alle Länder die für sie gedachten Bären bezahlen wollten oder konnten, mussten Sponsoren gefunden werden.