Für UNICEF lässt Peter Ustinov übermorgen in Berlin 123 "Buddy Bears" los
Noch legen Künstler aus aller Welt letzte Pinselstriche an das Bärenfell. Aber schon morgen werden 123 bunt bemalte "United Buddy Bears" das Werkstattatelier im ehemaligen BVG-Depot Niederschönhausen verlassen - jeder von ihnen repräsentiert ein Lande der Erde. Ab Dienstag bilden sie auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor einen großen Kreis, wie ihre Vorgänger im vergangenen Jahr. Eröffnet wird der vom UNICEF-Botschafter Sir Peter Ustinov.
"Eine wundervolle Idee, die bärigen Gesellen für UNICEF zu versteigern", sagt Sir Peter Ustinov zum KURIER. Und witzelt: "Das sind ja genauso so dicke Botschafter wie ich." Die Buddy Bears sind eine Initiative von Eva und Klaus Herlitz. Bereits im vergangenen Jahr konnten die "Bäreneltern" dem Kinderhilfswerk einen Scheck von 190 000 Euro überreichen. "Für vier Millionen Kinder im südlichen Afrika war das Geld lebensrettend", sagt Ustinov, seit 1968 UNICEF-Botschafter. "Damit konnten wir wichtige Projekte unterstützen." Einen Lieblingsbären hat er nicht. Aber: "Beim letzten Mal habe ich einen Bären aus dem Irak vermisst. In diesem Jahr steht einer im Kreis. Ansonsten, jeder Bär ist ein Unikat, jeder zeigt die kulturelle Vielfalt dieser Welt." Für Eva Herlitz stehen die Bären für Völkerverständigung. Im vergangenen Jahr staunten 1,5 Menschen über die Bären in Berlin. Schön wäre, sagte sie, wenn dieses Jahr mehr Schulklassen kämen: "Engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die den Kindern die Vielfalt unserer Erde erklären. So bauen wir Vorurteile ab." Ihre ganze Freizeit investiert die Innenarchitektin inzwischen in ihre Buddy Bears (buddy, engl. Freund).
Drei Monate bleiben die Bären in Berlin, dann gehen sie erstmals auf Reisen. Sankt Moritz, Peking, Shanghai sind nur einige Stationen. Eva Herlitz möchte sie nach Moskau und in mindestens sechs, sieben weitere Metropolen schicken. Die Verhandlungen laufen. Endstation soll New York, Sitz von UNICEF sein, wo sie versteigert werden sollen. Sir Peter Ustinov: "Da bin ich selbstverständlich dabei."
Mehr Informationen gibt es unter www.united-buddy-bears.com
Gabriele Isringhausen