2001 haben er und seine Frau die "Buddy Bär Berlin GmbH" gegründet. "Plötzlich waren unsere Bären Kult. Der Senat kaufte sie als Gastgeschenke. So traten sie die Reise nach Peking, Rom, Warschau an, wurden Botschafter Berlins."
Und die nächste Idee war geboren. Künstler aus aller Welt bemalten die nackten Tiere mit Kultur aus ihrer Heimat. Der Schweizer Andreas Jordi verlegte das Matterhorn auf einen Bärenbauch, Bernard Veto Wa Veto aus dem Kongo verpasste seinem Tier afrikanische Ornamente.
Seit 20. Juni stehen 125 Multi-Kulti-Bären (u. a. gesponsert von UNESCO-Botschafterin Ute Ohoven, Quelle-Chefin Madeleine Schickedanz, Filmproduzentin Susanne Porsche) auf dem Gelände zwischen Brandenburger Tor und Behrenstraße.
"Genau dort, wo die Stadt einmal geteilt war, reichen sie sich symbolisch die Hände. Die Bären stehen für Völkerverständigung, Weltoffenheit und Toleranz", sagt Klaus Herlitz. Zur Eröffnung kam auch UNICEF-Botschafter Sir Peter Ustinov.
Denn für das Internationale Kinderhilfswerk werden die internationalen bärigen Gesellen am Dienstag versteigert. Ab 1000 Euro kann geboten werden. "Das Geld ist für das aktuelle UNICEF-Projekt Südliches Afrika. Dort sind über vier Millionen Waisenkinder schutzlos Hunger, Ausbeutung ausgeliefert. Dürre, Aids, extreme Armut, politische Misswirtschaft haben die Menschen in tiefe Not gestürzt", sagt Eva Herlitz.
Natürlich werden beim Abschied ein paar dicke Bärentränen kullern, aber, so Klaus Herlitz: "Die Buddy-Bear-Geschichte geht weiter. Am 28. Januar 2003 versteigern wir 50 Bären für Berliner Kinder. Außerdem haben meine Frau und ich noch sooo viele bärenstarke Ideen."
Letzte Bärennacht mit großer Versteigerung am Dienstag, 5. November, ab 19 Uhr im Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, Berlin-Mitte.
Vorab-Gebote über Severin, Rechtsanwälte, Uhlandstraße 20-25, 10623 Berlin,
Fax: 030/72627777.
Infos auch unter www.united-buddy-bears.com .
Gabriele Isringhausen und Sabeth Stickforth