Bärenstarke Auktion - Seite 1

"Buddy Bears" unter dem Hammer - zu Gunsten von Kindern in Not

Auf dem Kopf stehen sie, strecken die Arme in die Luft oder dösen auf ihren dicken Tatzen einfach vor sich hin. Seit dem 20. Juni vergangenen Jahres beleben 300 bunte Buddy-Bären Straßen und Plätze von Berlin, vor sechs Monaten vermehrten sie sich um 125 internationale Artgenossen - übermorgen werden die ersten versteigert, zu Gunsten von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Darüber und über die Geburt der drolligen "Buddys" (buddy, engl. Freund) sprachen wir mit den "bärenstarken Botschaftern Berlins" Eva und Klaus Herlitz.

"Die Idee kam mir in New York. Die Stadt war voller bunt bemalter Kühe. Das hatte ich zuvor schon in Zürich gesehen. Aber auf dem Flughafen in New York machte es klick. Trotz der hübschen Kuhschar verkauften sie dort nämlich Bären als Souvenirs", erzählt Eva Herlitz, Innenarchitektin.

Wieder in Deutschland, machte sie sich mit ihrem Ehemann Klaus auf die Suche nach einem Bildhauer, der ihre Vorstellungen umsetzen kann. Sie wurden in Tirol fündig. "Anne und Roman Strobe aus einem kleinen Dörfchen bei Kitzbühel haben die ersten Skulpturen geformt. Meine Grundsatzbedingung war, der Bär muss Freundlichkeit ausstrahlen. Das ist den beiden gelungen. Ihr Bärengesicht hat mich überzeugt."

Überzeugt wurden auch Senat, Geschäftsleute, denen Eva und Klaus Herlitz von ihrem Vorhaben erzählten. "Wir ließen dann Bären aus Kunststoff produzieren, fanden Künstler, die sie bemalten."

Prominente wie Sabine Christiansen und Sandra Maischberger griffen zum Pinsel. "Besonders rührend war Günter Pfitzmann. Er bemalte den Bären mit einer Karikatur. Seine Frau Lilo hielt die ganze Zeit das Buch, aus dem er abmalte. Heute steht sein Buddy-Bär vor dem Theater am Kurfürstendamm", sagt Eva Herlitz. "Der bleibt Berlin natürlich, genau wie der Tarnbär vor dem Verteidigungsministerium und andere Bären, erhalten", ergänzt Klaus Herlitz.