125 Buddy Baeren wollen jetzt Hongkong erobern

Für Asiens Filmstar Jackie Chan war es Liebe auf den ersten Blick. Kaum hatte er bei Dreharbeiten in Berlin die gutmütig dreinblickenden Buddy Bären entdeckt, gingen ihm die bemalten Figuren nicht mehr aus dem Sinn. Das hatte weit reichende Folgen: Vom 15. Mai an ziert ein Kreis von 125 Berliner Bären Chans Heimatstadt Hongkong. Wie in den vergangenen Jahren am Brandenburger Tor sollen die Kunst-Bären auch in China für Toleranz und Völkerverständigung werben - mit Chan als Schirmherrn.

An internationale Tourneen hat Klaus Herlitz als Vater der Buddy Bären beim Schöpfungsakt Anfang 2001 nicht gedacht. Als bemalte Werbe-Ikone stand das Berliner Wappentier vor verschiedenen Läden. Im Sommer 2003 war der Zenit der mehr als 500 Marketing-Petze überschritten. Sie durften nicht mehr auf öffentlichem Grund stehen.

Doch da hatte Klaus Herlitz längst die nächste Idee: die "United Buddy Bears" am Brandenburger Tor. Die Bären standen für alle Staaten, die mit Deutschland diplomatische Beziehungen unterhalten. Sogar der Irak stellte im Kriegsjahr 2003 einen Petz auf. Dann kam die Versteigerung der Bären zu Gunsten des Kinderhilfswerks Unicef. Mehr als eine halbe Million Euro haben die Buddys für Kinder eingespielt. China soll nicht die Endstation sein. Mit Paten wie Jackie Chan und Sponsoren visiert die Berliner Buddy-Bären GmbH die nächsten Ziele an: Shanghai, Peking, Tokio, Seoul.

dpa