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01.03.2012 /

Der Berliner Bär

Berlin ist groß und nachtaktiv. Das hat die Stadt mit ihrem Wappentier, dem Berliner Bären, gemeinsam. Ursprünglich soll Berlin von dem Wort „kleiner Bär“ stammen. Leider weiß man nicht so genau, ob das stimmt. Aber man weiß, dass die Berliner schon seit vielen hundert Jahren den Bären in ihrem Wappen haben. Schon auf einer Berliner Urkunde vom
22. März 1280 ist ein Sigel mit dem Bild zweier Bären.

Seit 1996 wird am 22. März immer der Tag der Berliner Bären gefeiert. Und auch sonst sind die Berliner ganz verrückt nach Bären. Glaubt man einer Anekdote, so sollen alle echten Berliner Einwohner in ihren Wohnungen einen Bären als Kuscheltier haben.

Aber nicht nur in Wohnungen findet man das schöne, große Tier. Heute sieht man in Berlin überall Bären. Auf Fahnen, als Graffiti an Häuserwänden oder im Tierpark. Der Eisbär Knut war zum Beispiel einer der wichtigsten Berliner Bären der letzten Jahre. Auch auf der Berlinale spielt ein Bär die Hauptrolle. Dort können Filmemacher einen silbernen oder goldenen Bären als Preis gewinnen.

 

Außerdem ist der Bär ein beliebtes Objekt für Skulpturen und Kunst. An vielen Orten stehen so genannte Buddy Bären. Sie wurden 2001 von Eva und Klaus Herlitz entworfen. 350 Bären haben sie bemalt und in ganz Berlin aufgestellt. Es gibt vier verschiedene Modelle: Ein Bär steht auf allen Vieren, einer sitzt, einer macht einen Kopfstand und einer steht auf zwei Beinen. Der ist dann zwei Meter hoch und schon sehr beeindruckend.

Zur Fußballweltmeisterschaft 2006 gab es einen speziellen Buddy Bären – nämlich den „Kicker“. Mittlerweile wurden viele weitere Bären für besondere Events angefertigt. Auch die Berlinale hat in diesem Jahr eine eigene kleine Buddy-Bär-Figur bekommen. Die 350 Bären in Berlin haben auf der ganzen Welt viele Verwandte. Die United Buddy Bears waren sogar schon auf einer Tournee auf allen fünf Kontinenten. Sie werben für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben. Rund um die bunten Bären finden auch viele Aktionen statt, um Kinderhilfsorganisationen zu unterstützen. Durch Spenden und den Verkauf der Bären kamen schon über eine Million Euro zusammen.

In Berlin ist also der Bär los. Und beim nächsten Berlinbesuch wird auf jeden Fall nach dem Kuscheltierbären in der Wohnung der Gastgeber gesucht!

Автор: Presse und Sprache