Press
05.03.2003 / Presse
Mercedes und Morgenpost bringen der Bundeswehr in Kabul einen Berliner Buddy
Die in Afghanistan stationierten 2000 Soldaten der Bundeswehr haben sich einen Bären gewünscht. Jetzt bekommen sie einen Buddy aus Berlin.
"Wir schenken den Soldaten im Friedenseinsatz in Kabul einen Buddy Bären", sagte gestern Walter Müller, Chef der Mercedes-Welt am Salzufer. Müller war auf den bärigen Wunsch der deutschen Soldaten durch einen Bericht in der Berliner Morgenpost aufmerksam geworden. Berlins Tatzentier ist das Wappentier der deutschen Soldaten in Afghanistan, seit diese das Kommando der internationalen Schutztruppe von den türkischen Streitkräften übernommen haben. Eine vor vier Wochen am Kabuler Flugplatz aufgestellte Gipsfigur war nur ein Notbehelf für die Übernahme-Zeremonie. "Wir freuen uns sehr über das Geschenk aus der Hauptstadt. Buddy Bären sind ja Botschafter für Toleranz, Lebensfreude, Freundschaft und Fröhlichkeit", nahm Oberstleutnant Joachim Schmidt das Geschenk begeistert in Empfang. Ende dieses Monats wird der zwei Meter große, 45 Kilogramm schwere und noch blütenweiße Bär mit einem Versorgungsflugzeug nach Afghanistan transportiert. "Der Bär soll den Soldaten in Kabul sagen, dass wir uns mit ihnen eng verbunden fühlen und an sie denken. Vor allem sollen sie alle gesund zurückkommen", gaben Walter Müller und Morgenpost-Lokalchef Oliver Michalsky dem Bären mit auf den Weg.
In Afghanistan sollen künstlerisch begabte Soldaten dem weißen Rohling mit Spraydosen auf den Pelz rücken. Bunt bemalt wird Berlins Buddy später von der Mercedes-Benz-Niederlassung und der Berliner Morgenpost zugunsten des Vereins "Kinder in der Dritten Welt" versteigert. Der Verein der Bundeswehr, dem Verteidigungsstaatssekretär Walter Kolbow vorsitzt, unterstützt Not leidende Mädchen und Jungen an den Orten der Welt, wo deutsche Soldaten Hilfsprojekte initiieren.
Corinna Schlag
Source: Berliner Morgenpost
