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21.02.2003 / Presse

Wetten, dass . . . Berlin das packt?

ZDF prüft, ob die Hauptstadt sich langfristig für die Show eignet

Schnauze, sonst Kuss: Thomas Gottschalk herzt einen Buddy Bären, der ihm vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit überreicht worden war. Foto: AP

Kommt die erfolgreichste ZDF-Sonnabendabend-Unterhaltungs-Show "Wetten, dass . . .?" bald nur noch aus Berlin? "Ich werde sehen, wie Berlin auf mich und wie ich auf Berlin wirke", sagte Thomas Gottschalk gestern Nachmittag, zwei Tage vor seiner Sendung, die diesmal live aus der deutschen Hauptstadt gesendet wird. Die Idee, die ZDF-Show dauerhaft in Berlin zu etablieren, müsse sorgfältig diskutiert werden, so Gottschalk weiter. Jetzt wolle er erst mal sehen, ob die Aufmerksamkeit für "Wetten, dass . . .?" in Berlin groß genug ist. "Die Berliner bekommen am Sonnabend ihre Chance! Mal sehen, wie die Sendung hier läuft. Wenn wir die Show in kleineren Städten wie Böblingen machen, ist da natürlich was los. Aber hier in Berlin ist ja jede Woche irgendetwas Tolles, da fällt so eine Sendung gar nicht weiter auf", untertrieb Gottschalk ein bisschen. Zur Sprache kam das Thema bei der Übergabe eines Buddy Bären vor dem Roten Rathaus. Übergeben wurde der Bär vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Die Idee, die Show ständig aus Berlin zu senden, müsse diskutiert werden, sagte "Wowi".

Thomas Gottschalk indessen war begeistert von dem Buddy Bären. "Der ist ja ein Traum, Mensch!" So kommentierte er den blauen Bären mit dem Konterfei von Marlene Dietrich auf dem dicken Bauch, ein Werk der Münchner Künstlerin Nicola Cramer. Gottschalk busselte den Bären erfreut ab und konstatierte befriedigt neben dem rundlichen, zwei Meter großen Bären: "Dagegen wirkt man ja ganz schlank, und neben Marlene Dietrich obendrein jung!"

In Malibu, auf dem großen Anwesen der Gottschalk-Villa, soll der Bär aus Berlin "eine überdachte Bärenhöhle" bekommen. Wo genau? Der Showmaster mit Schalk im Blick: "Ich werde ihn mal hier, mal dort hinstellen. Und wo er am lautesten brummt, da bleibt er." Auf keinen Fall, schloss er aus, wird der Buddy Bär im Schlafzimmer aufgestellt. "Ich hab meiner Frau Thea versprochen, dort kommt kein anderer Bär hinein."

Eingefädelt hat die Bären-Übergabe Gottschalks langjähriger Berliner Freund, der Unternehmer Michael Zehden. Von ihm stammt das "bärenstarke" Präsent.

Zehden war im November des vergangenen Jahres dabei, als der Regierende Bürgermeister Los Angeles besuchte. Dessen Bürgermeister bekam einen Buddy als Gastgeschenk. Thomas Gottschalk sah ihn und war begeistert.

Übrigens: Bereits auf dem Flug von Frankfurt nach Berlin am Mittwochnachmittag bewies Gottschalk Showmaster-Qualitäten in 7000 Metern Höhe: Er bediente die Passagiere als Steward, löste damit eine Wettschuld ein.

Barbara Jänichen 

Source:  Berliner Morgenpost