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01.08.2003 /

Ein Stück Berlin in die Salzestadt geholt

Schüler der Erich-Kästner-Schule freuen sich über einen Bären aus der Hauptstadt

Bad Salzuflen (rto). Viel Aufmerksamkeit erlangte die Buddy-Bären Aktion der Hauptstadt Berlin im vergangenen Jahr. Über dreihundert Bärenskulpturen, wurden von namhaften internationalen Künstlern bemalt und in der ganzen Stadt aufgestellt. Zum Jahresende sollten die begehrten Bären, die ein Symbol der Völkerverbindung darstellten, zu Gunsten der UNICEF-Kinderhilfe versteigert werden. Ein Bär gelangte auf diesem Weg nach Bad Salzuflen.

Jürgen Albath, Schulleiter der Erich Kästner-Schule, fand Gefallen an der Idee, einen Bären in seiner Schule aufstellen zu können. Seit 1987 fährt er regelmäßig mit der Oberstufe nach Berlin.

Natürlich gehöre auch das Wandeln auf Erich Kästners Spuren mit zu den Programmpunkten der jährlichen Berlinbesuche seiner Schüler. Wenn man dann zurückkehre, trage jedes der Kinder ein Stück Berlin in seinem Herzen. Also schrieb der Schulleiter im Oktober 2002 an den Bürgermeister der Stadt Berlin, Klaus Wowereit, an Sabine Christiansen als UNICEF-Botschafterin und an Dr. Klaus Herlitz, der mit der Versteigerung beauftragt war. Er stellt seine Schule für lernbehinderte und benachteiligte Kinder und. Jugendliche vor und erklärte: "Die Kinder der Erich-Kästner-Schule würden sich über einen Berliner Buddy-Bär sehr freuen. Die Kleinen hätten in der Pause jemanden zum Umarmen und die Großen ein Stück Erinnerung an Berlin in der eigenen Schule. Darüber hinaus ist der Bär ein Symbol für Stärke - nichts anders wollen wir an der Sonderschule erreichen, als Kinder stark zu machen für die künftige Lebensbewältigung."

Das Mindestgebot von 1 000 Euro übersteige jedoch die finanziellen Möglichkeiten der Schule, so das ein Mitbieten nicht möglich sei, erklärte der engagierte Schulleiter und bat um Unterstützung seines Anliegens.

Vor Ostern kam nun ein Anruf der Buddy-Bären Company aus Berlin. Dr. Herlitz habe das Anliegen der Schule nicht vergessen, der "Urlaubsbär", ein Modell "Freund" mit der Nr.147 , gestaltet vom Künstler Los Cincos gehöre der Schule, sagte der Anrufer. Und was für Jürgen Albath und die Schüler das Größte war - der Bär war ein Geschenk. Der Urlaubsbär ist einer von vier Bären, die der Künstler gestaltete und war während der Aktion im neuen Kranzler Eck am Kurfürstendamm, zu sehen.

Für einen symbolischen Preis brachte die Salzufler Spedition Bobe das Kunstwerk, es wiegt mit Grundplatte immerhin 250 Kilogramm, in die Otto-Hahn-Straße, Schulleiter und Schüler sind überglücklich und werden nun sicher nicht nur in dieser Stadt sehr bewundert. Denn schließlich brachte die Versteigerung der rund 300 Bären Einzelpreise zwischen 3 500 Euro und 6 200 Euro das Stück.

Jürgen Albath sucht nun noch nach einem Sponsor, möglichst eine Lackiererei, die dem Kunstwerk eine schützende Acryllack-Überzug für die winterlichen Tage verschafft. Denn das, so hatte man ihm in Berlin geraten, sei zur Erhaltung des Unikates dringend erforderlich.

Por: Westfalen-Blatt