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24.08.2009 / UBB, Presse

100 knallbunte Bären bevölkern Wasserburg

 Bei bärigem Sonnenschein ist gestern die Bärenparade im Rahmen der 1225-Jahrfeier eröffnet worden. Mehr als 100 freistehende Bären bevölkern seit gestern die große Wiese vor der Wasserburger Halbinsel: die wohl derzeit größte Ansammlung von Bären in ganz Bayern.

Klaus Gierer, zusammen mit Andreas Zürn, Initiator der Bärenparade, beruhigte die Projektleiterin der "United Buddy Bears" aus Berlin, Kathleen Brunsch: Bayern, in dessen Gebiet Wasserburg nun mal läge, sei ja seit der Niederstreckung des als Problembären deklarierten Bruno zu einem gefährlichen Gebiet für Bären aller Art geworden. "Bitte mach Dir aber keine Sorgen, den Problembär Bruno und den Stoibär in München gibt es nicht mehr". Die Wasserburger versprachen, gut auf die bunten Gesellen aufzupassen.

Gierer hatte die Idee, die Berliner Buddy-Bären nach Wasserburg zu holen, als er vor zwei Jahren während einer Geschäftsreise in Hong Kong an der Hafenpromenade plötzlich auf einen wunderschön bemalten, über zwei Meter großen Bären stieß. In dieser Zeit lief bereits hier am Bodensee eine heiße Debatte um eine Bärenparade zum Jubiläum. Nachdem die geplatzt war, fahndete Gierer nach der Herkunft des Hong-Kong-Bären und landete in Berlin bei den Buddy-Bears. Klaus und Eva Herlitz, eine Industriellenehepaar, hatte einst die Idee, mit bunt bemalten Bären die Menschen zu erfreuen.

Acht Monate dauerte es, die 100 Bären für die Seegemeinde zu organisieren, die von Künstlern aus den 100 Ländern gestaltet und bemalt worden waren. Diese in Wasserburg gezeigten Minibären stärken nun dem einzigen großen Buddy-Bear, dem "Wambo", sozusagen den Rücken. Er ragt mit seinen zwei Metern Höhe deutlich über die anderen und trägt stolz das Wasserburger Wappen auf seiner Brust. Bis zur Ausstellungseröffnung hatten Gierer und Zürn bereits 58 Bäreneltern gefunden, die eine Patenschaft für einen dieser Bären übernehmen. Mit dem Betrag werden erstens die Transport- und Sicherungskosten für die Aktion beglichen, und zweitens fließt das übrige Geld in die Bürgerstiftung Wasserburg.

Kathleen Brunsch zeigte sich sehr beeindruckt von der Aktion in Wasserburg. Noch nie haben sich die internationalen Bären in einer so kleinen Gemeinde versammelt. Wie sich die Menschen hier für die Bärenparade eingesetzt haben, hätte die Berliner Bäreneltern und ihre Mitarbeiter sehr begeistert. So stehen die kunterbunten Bären für die nächsten drei Wochen (bis zum 13. September) gleichsam Hand in Hand in Wasserburg, um einen weltumspannenden Friedensgedanken weiterzutragen.

Es gibt auch noch ein paar arme Bären, die noch keinen Paten gefunden haben. Wer sich eines dieser "Findelkinder" erbarmen möchte, kann sich bei Klaus Gierer oder Andreas Zürn melden.

http://www.szon.de/lokales/lindau/region/200908240117.html#

Source:  Schwäbische Zeitung