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Pressespiegel

16.11.2012 /

112 Buddy Bears werben für Toleranz

„Mach meinen Kumpel nicht an“, so sagt man hier, im Revier. Kumpel, das ist in der englischen Sprachwelt der „Buddy“. Und die Buddy Bears, das sind 112 kunterbunte Kunststoff-Bären mit einer ganz besonderen Mission. Sie reisen seit 2004 im Auftrag der UN (Vereinten Nationen) um die Welt, um für Toleranz und Völlkerverständigung zu werben und Menschen in Not zu helfen. Im April 2013 machen die knuddligen Botschafter für Frieden Halt in Gladbeck. Das Martin Luther Forum Ruhr hat die Bärengruppe ab dem 7. April zu Gast. Zwei Wochen lang werden sie Hand in Hand rund um und auch im Innern der ehemaligen Markuskirche an der Bülser Straße stehen und sie zu einer Pilgerstätte für alle machen, die den Buddy Bears persönlich begegnen wollen.

Begleitet wird der Bärenbesuch vorher und während der Verweilzeit von Vorträgen, Diskussionen, Veranstaltungen und Aktionen, die alle ein zentrales Thema haben werden: Toleranz.

2013 ist das Jahr der Toleranz

Das Ausstellungsprojekt des Fördervereins des Martin Luther Forums Ruhr hat nämlich sehr direkt etwas mit der Reformation und dem nahenden 500-jährigen Bestehen in 2017 zu tun. Die Protestanten haben in der Dekade vor dem Jubiläum jedes Jahr unter ein bestimmtes Thema gestellt, den Anliegen und der Botschaft Luthers entsprechend. 2013 ist das Jahr der Toleranz. Was also lag näher, als geeignete Botschafter zu engagieren, um diesen Gedanken des Reformators erneut und verstärkt in die Gladbecker Welt zu tragen!

Die Bären, ursprünglich als Kunstprojekt in (natürlich) Berlin „geboren“, sind ja nicht nur nett und knuddelig anzusehen. In ihnen steckt viel mehr, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Zunächst einmal verkörpert jeder Einzelne in der Gruppe ein Mitgliedsland der Vereinten Nationen. Auf ihrer Welttournee kommen von Land zu Land neue Kumpel hinzu, so dass der Kreis der Buddy Bears immer größer, internationaler und farbenfroher wird. Bunt, wie die Welt halt ist.

Mit den Buddy Bears verbindet sich jedoch noch ein weiteres Anliegen, das letztendlich auch dem Frieden dient: Es gilt, Kindern in Not zu helfen. Dafür werden an jedem Aufenthaltsort Paten gesucht, die „ihren“ Bären, der für ein bestimmtes Land steht, für die Zeit des Verweilens sponsern. Der Name des Paten wird auf einer Metallplatte am Bärenpodest angebracht. Das gespendete Geld fließt in ein Bildungsprojekt der Kindernothilfe.

Das heißt für die Buddy Bears-Ausstellung im Luther Forum: 112 Bären suchen einen Unterstützer. Das kann ein Unternehmen oder eine Privatperson sein, es können Vereine, Nachbarschaften oder Freundkreise mitmachen. Der Unterschied liegt in der Höhe der Spendensumme: Unternehmen sind mit 500 Euro dabei, Privatpersonen werden für 300 Euro Pate.

Wenn die Buddy Bears Gladbeck wieder verlassen, wird mehr bleiben als (hoffentlich) die Erinnerung an ein tolles Projekt und ein besseres Miteinander der Kulturen. Ein neuer, zusätzlicher Bär soll in Gladbeck bleiben. Die Stadt ist Kooperationspartner des Projekts, und Bürgermeister Ulrich Roland hat zugesichert, dass er einen Rohling finanzieren wird, der in einem Gemeinschaftsprojekt zum Gladbeck-Bär gestaltet wird.

Heute ist der Tag der Toleranz

Wo die Buddy Bears auftreten, erregen sie viel Aufmerksamkeit – weit über die Grenzen einer Stadt hinaus. Somit werden die Buddy Bears auch für Gladbeck als Stadt der Toleranz werben. Die Bärengruppe, die hierher kommt, ist übrigens mit je ein Meter Körpergröße die kleinere Version der originalen zwei Meter großen Buddies, die durch die Länder der Welt reisen. Unter den Buddy Bears gelten sie als Minis, die Leihgebühr ist erschwinglicher. Der Verleih für eine Ausstellung erfolgt über die Buddy Bär Berlin GmbH.

Für die Ausstellung der Bären am und im Luther Forum werden im übrigen nicht nur Paten gesucht, sondern auch noch ehrenamtliche Helfer, die tagsüber ein waches Auge auf die Gruppe haben. Nachts sorgt eine professionelle Firma für Sicherheit. Die WAZ wird das Projekt auch mit Aktionen begleiten.

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Quelle:  WAZ